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In der Kindheit säen, in der Gesellschaft ernten

Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer, würdigt die Qualitätsoffensive der Staatsregierung in Vorschule und Grundschule. Mit den zusätzlich bereitgestellten 150 Millionen Euro für frühkindliche Bildung bekräftige die bayerische Bildungspolitik, wie wichtig ihr dieser für die Zukunftssicherung zentrale Bereich sei. Davon profitieren infolge der demographischen Entwicklung gerade Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund.

München. Martin Neumeyer, MdL, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung begrüßt ausdrücklich die Qualitätsoffensive der Staatsregierung in Vorschule und Grundschule. Diese kommt gerade Kindern, die nichtdeutscher Herkunft sind, eine andere Muttersprache sprechen oder die selbst oder deren Eltern zugewandert sind, zugute. Schließlich nimmt deren Anteil in Kindergarten und Grundschule kontinuierlich zu. Betrug er 2008 bundesweit im Vorschulbereich bereits knapp 35 Prozent, so wächst er schon aus Gründen der demographischen Entwicklung von Jahr zu Jahr weiter. „Dem müssen wir uns anpassen“, so Neumeyer.

Mit der Qualitätsoffensive, die auch eine 50prozentige Reduzierung der Kindergartengebühr im zweiten Kindergartengartenjahr umfasst, mache die Staatsregierung einen „großartigen Schritt nach vorn“, so der Integrationsbeauftragte. Ungeachtet dessen bleibt allerdings noch einiges zu tun. „In der jetzigen Situation sind das genau die richtigen, passgenauen Entscheidungen. Angesichts eines kontinuierlich zunehmenden Anteils von jungen Leuten mit Migrationshintergrund in unserem Bildungssystem warten aber noch ganz an­­dere Herausforderungen auf uns. Unsere Lehrer und Erzieherinnen werden es immer häufiger mit Kindern zu tun bekommen, die wenig oder unzureichend Deutsch sprechen, deren Erziehung von anderen kulturellen Traditionen geprägt ist und die in einer weniger bayerisch als interkulturell geprägten Nachbarschaft aufwachsen“, meint Neumeyer.

„Es ist gut“, so der Integrationsbeauftragte, „wenn wir uns jetzt schon darauf vorbereiten. Denn was wir in Kindergarten, Vorschule und Grundschule säen, wird unsere Gesellschaft ernten. Wir brauchen bestens ausgebildete, selbstbewusste und zugleich tolerante junge Leute, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Prägungen für die Gestaltung einer Zukunft in Wohlstand und Frieden einbringen. Und wir haben es heute in der Hand“, zeigt sich der Kelheimer Landtagsabgeordnete überzeugt, „durch mutige und richtige Entscheidungen sicherzustellen, dass diese Saat aufgeht“.