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Woche der Brüderlichkeit


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Jedes Jahr Anfang März veranstalten die mehr als 80 Gesellschaften für ChristlichJüdische Zusammenarbeit bereits seit 1952 in ganz Deutschland die „Woche der Brüderlichkeit“ – die Veranstaltungsreihe als interkonfessionellen Dialog. Diesjährige Woche der Brüderlichkeit stand unter dem Thema “Verlorene Maßstäbe”, welches vom Deutschen Koordinierungsrat in diesem Jahr ausgewählt wurde. Die Initiatoren bemühen sich um gegenseitiges Verständnis zwischen Christen und Juden, um ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen sowie um mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Die Zentrale Eröffnungsfeier fand dieses Mal in der Friedensstadt Augsburg am 7. März statt. Die Vertreter der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Rabbinerkonferenz sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland trafen sich im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit zum Dialog in Augsburg. Prof. Hanspeter Heinz (Katholischer Vorsitzender des Vorstandes), Gertrud Kellermann (Evangelische Vorsitzende) und Dr. Vladimir Goldenberg (Jüdischer Vorsitzender) von der Gesellschaft für ChristlichJüdische Zusammenarbeit Augsburg und Schwaben haben für die Region ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Bis zum 14. März fanden in Augsburg im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit zahlreiche Vorträge, Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen zum jüdischchristlichen Dialog statt. Die Veranstaltungen wurden nicht nur in der eigentlichen Woche der Brüderlichkeit, sondern weit darüber hinaus in Kooperation mit anderen Veranstaltern („Augustana – Forum“, Verein „Begegnung von Christen und Juden“, Israelitische Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg, Jüdisches Kulturmuseum Augsburg) durchgeführt. Bei der feierlichen Eröffnung im Augsburger Theater sprachen Grußworte Horst Seehofer, Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Henry G. Brandt, Rabbiner der IKG Schwaben-Augsburg und Jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates. Ricklef Münnich, evangelischer Präsident des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (links) und Daniel Libeskind bei der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille (rechts). Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an den international renommierten amerikanischen Architekten und Stadtplaner Daniel Libeskind, der unter anderem das Jüdische Museum in Berlin, das FelixNussbaum-Museum in Osnabrück, das Jüdische Museum in Kopenhagen realisiert und die Ausschreibung für den Neubau des World Trade Centers in New York im Jahr 2003 gewonnen hat. Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird seit 1968 an Persönlichkeiten, Initiativen oder Einrichtungen verliehen, die sich für die Verständigung religiöser Gruppen einsetzen. Die Laudatio für den Preisträger sprach Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung fanden gemeinsame Führungen durch die Synagoge und das Jüdische Kulturmuseum in Augsburg statt.

Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Landesrabbiner em.
Dr. h.c. Henry G. Brandt, Der Bischof von Augsburg,
Dr. Walter Mixa, Domkapitular Prälat Dr. Meier,
Gertrud Kellermann, Prof. Dr. Hanspeter Heinz,
Kirchenrat Ivo Huber, Dipl. theol. Carolin Neuber,
Kantor Nikola David und Madrigalchor

 

Ricklef Münnich, evangelischer Präsident des Koordinierungsrates
der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (links)
und Daniel Libeskind bei der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille (rechts).

 Alexander Korolev
Integrationsabteilung