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Integration durch Schach


Urbach und Albeker

Es ist bekannt, dass Schach seit dem Mittelalter ein Element der jüdischen Kultur im weiten Sinne ist. Eine der ersten europäischen Quellen, in der das Spiel „Schatrandsch” - mittelalterliches Schach - beschrieben ist, ist das Schachpoem von jüdischen Philosophen und Mathematiker Rabbiner Abraham ibn Esra aus Toledo (1092-1167), das um 1140 erschienen ist. Die Juden erscheinen erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts als professionelle Schachspieler und gewinnen gleich die Führung. Ende des 19. Jahrhunderts und das 20. Jahrhundert sind durch die Führung der Schachspieler der jüdischen Abstammung gekennzeichnet. Man kann die Namen der Weltmeister W. Steinitz, E. Lasker, M. Botvinnik, M. Tal, R. J. Fischer, G. Kasparov nennen; Kandidaten: S. Tarrasch, S. Reshevsky, D. Bronstein, V. Kortschnoj; solche berühmte Schachspieler wie A. Rubinstein, A. Nimzovitsch, R. Reti, S. Flohr, M. Najdorf, I. Boleslavski, E. Geller, M. Chiburdanidze, Schwestern Polgar u.a. Das Schach widerspricht nicht der jüdischen Tradition: E. Lasker war der Sohn eines Kantor, A. Rubinstein und A. Nimzovitsch waren die Sohne der Rabbiner, S. Reshevsky war ein orthodoxer Jude, der die Traditionen streng einhielt. So widersprechen die Entstehung des Schachklubs in der jüdischen Gemeinde und das Schachspiel nicht der jüdischen Traditionen. Schach in unserer Gemeinde. Schachklub. Der Schachklub beim Kulturzentrum der Gemeinde wurde Ende 1999 gegründet. Mit der jüdischen Emigration sind viele starke Schachspieler nach Augsburg gekommen. Darunter sind Fernschach-Großmeister und Internationale Meister M. Umansky, IM M. Safyanovsky, Bayerische Meister-2008 und vielfache Bayerische Jugendmeister, FIDE- Meister B. Grimberg, Augsburger- und Schwäbische Meister M. Albeker, I. Tokarev, D. Schekhter, I. Kramar und andere, die sich in verschiedenen Schachklubs verwirklichen. Der Schachklub der Gemeinde wurde von Anfang an als Klub für Amateure geplant. Dank Sponsorenhilfe wurden Schach, Schachuhren und Demobrett angeschafft. Im Schachklub kann man Blitz- und Leichtpartien spielen, an einen Turnier teilnehmen oder sich unterhalten. Purim-Schnellschachturnier. Seit 2001 wird zum Purim-Fest ein Schnellschachturnier durchgeführt. Seit 2003 spielen alle starken Schachspieler von den größten Gemeinden Bayerns (Augsburg, Bamberg, Erlangen, Fürth, Hof, München, Nürnberg, Regensburg, Würzburg). Insgesamt spielen etwa 60 Teilnehmer. Dank der Gemeinde wurden im 2006 noch 16 Uhren und Schachkompletten angeschafft. Seit 2003 wird die Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft mit Hilfe eines Computerprogramms durchgeführt. Siegerehrung: Übergangspokal, Pokale und Urkunde für erste drei Plätze im Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft und für die besten Ergebnisse unter den Nestoren, Senioren, Frauen und Junioren.

Den Siegern des Purim-Turniers von 2001 bis 2009 in Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft sehe in der Tabelle 1. Seit 2006 wurde das Turnier in Gedenken an Valeri Murachveri veranstaltet. Diese Idee ist vielen gefallen. Seit 2007 wird Regensburger Herbst- Schnellschachturnier veranstaltet.