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Informationen des Gemeinderabbiners


Das Judentum hat den besonderen Charakterzug, dass es nachdrücklich die Interessen der Schwachen und Unterprivilegierten der Gesellschaft vertritt. Die Tora ist voller Gesetze, welche die Armen, Witwen, Waisen sowie die Fremden schützt und für sie einen würdevollen Lebensunterhalt garantiert. In der gleichen Richtung geht, dass wir uns um die Verstorbenen sowie die Trauernden kümmern und die Kranken sowie Einsamen zur Ermutigung besuchen sollen.

Im weiteren Ausbau der Dienste unserer Gemeinde ist nun beschlossen worden – auch dank der Initiative von Herrn Marjan Abramovitsch – eine „Bikkur Cholim“ (Krankenbesuch) – Organisation ins Leben zu rufen. Die Zielsetzung ist einfach und klar: Durch längere Krankheit betroffene Mitglieder, und hier besonders die, welche keine fürsorgliche Familie um sich haben, zu besuchen, um ihre Einsamkeit zu lindern und im Rahmen der Möglichkeiten ihnen zu helfen, ihr Leben zu meistern. Im gegebenen Fall wird dies in Zusammenarbeit und Koordination mit der Sozialabteilung der Gemeinde geschehen.

Krankenbesuche verlangen außer einem guten Willen, Einfühlsamkeit und Nachhaltigkeit auch ein gewisses Maß an guten Nerven. Ich bin sicher, dass wir in unserer Mitgliedschaft viele Menschen guten Willens haben, die solche Eigenschaften besitzen und die bereit sind, im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten solch eine ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen. Deshalb appelliere ich an alle Männer und Frauen unserer Gemeinde, sich für diese ehrenvolle Aufgabe zur Verfügung zu stellen. Bitte melden Sie sich entweder bei mir (Tel. 0821 / 50 99 3-28 oder 0821 / 50 99 3-13) oder bei Herrn Marjan Abramovitsch (Tel. 0821 / 50 99 3-27).

Landesrabbiner em. Dr. h.c. Henry G. Brandt