Der aktuelle Monat heißt im jüdischen Kalender Schwat. Am 15.Schwat feiert man Tu BiSchwat – das Neujahr der Bäume – die Zeit, wenn in Israel die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Das Fest hat sowohl historische als auch religiöse Bedeutung. Aus der Thora wissen wir, dass Moses das Gelobte Land zwischen den elf Stämmen Israels aufteilte und dem zwölften Stamm Levi den Auftrag gab, als Priester- und Gelehrtengeschlecht für alle übrigen Stämme da zu sein. Die Kohanim und die Leviten sollten von den Opfergaben aus der Feld- und Obsternten und den tierischen Opfergaben leben. Dabei war die Teilung streng reglementiert: 10% für die Leviten. In der Thora steht, dass man ein Zehntel (maaser) von jeder Ernte unbedingt abtrennen soll. Um diesen Zehntel für ein Jahr richtig zu bestimmen, legte man ein Datum fest, an dem man die Größe der letztjährigen Ernte bestimmt und ab dem man die neue Ernte zählt.
Am 15. Schwat decken wir feierlich den Tisch, besorgen eine Frucht, die wir in diesem Jahr noch nicht gegessen haben, und sprechen den Segensspruch „Schehechejanu“. Am Tisch sollte man nicht weniger als 15 Obstsorten haben, dabei dürfen unter denen die für Israel typischen Granatäpfel, Weintrauben, Datteln, Feigen und Oliven nicht fehlen. In Deutschland gibt es auch fast immer im Verkauf die Pomelo-Früchte und die Früchte des Johannisbrotbaumes. Außer Obst sollte auch Rot- und Weißwein serviert werden.